Barthaartransplantation

Verdichtet Bart und Konturen mit eigenen Haarwurzeln vom Hinterkopf. Die verpflanzten Haare bleiben in aller Regel dauerhaft.
Ob und wie diese Behandlung für Sie geeignet ist, klären Sie im persönlichen Beratungsgespräch mit der behandelnden Fachärztin oder dem Facharzt unserer Partnerklinik, auf Deutsch und ohne Zeitdruck.
Für wen diese Behandlung geeignet ist
Geeignet bei lückenhaftem Bartwuchs, bei einem schwachen Wangenbart, bei Narben nach Verletzungen oder Akne, und wenn eine klarere Kieferlinie gewünscht ist. Nicht sinnvoll, solange eine Hauterkrankung im Gesicht aktiv ist.
Was bei der Behandlung passiert
Die Haarwurzeln kommen wie bei einer Kopfhaartransplantation aus dem Haarkranz am Hinterkopf und werden einzeln in den Bartbereich gesetzt — in Wangen, Kinn, Kieferlinie, Oberlippe oder in Lücken nach Narben. Entscheidend ist der Winkel: Barthaar wächst deutlich flacher aus der Haut als Kopfhaar, und wer das nicht beachtet, bekommt einen Bart, der absteht. Deshalb wird im Gesicht meist mit der DHI-Technik gearbeitet, bei der Richtung und Tiefe für jedes Haar einzeln bestimmt werden.
Der Eingriff Schritt für Schritt
Am Anreisetag Voruntersuchung und Zeichnung der gewünschten Bartform — dieser Schritt bestimmt das Ergebnis mehr als alles andere. Am Behandlungstag Entnahme am Hinterkopf und Implantation im Gesicht, vier bis sieben Stunden. Am Folgetag Kontrolle.
Ergebnis: wann sichtbar, wie lange haltbar
Ausfall der verpflanzten Härchen nach zwei bis vier Wochen, Wachstum ab etwa drei Monaten, Endergebnis nach zwölf Monaten.
Die verpflanzten Haare stammen vom Hinterkopf und bleiben in aller Regel dauerhaft. Sie behalten die Eigenschaften des Kopfhaars und wachsen entsprechend schneller als natürliches Barthaar.
Meist eine Sitzung; bei sehr lückigem Bart ist eine zweite nach zwölf Monaten möglich.
Risiken und Grenzen
- Schwellung und Rötung im Gesicht in den ersten Tagen
- eingewachsene Haare und Entzündung einzelner Follikel — im Bartbereich häufiger als am Kopf
- Taubheitsgefühl im behandelten Bereich
- punktförmige Narben im Entnahmebereich am Hinterkopf
- Wuchsrichtung, die nicht zum übrigen Bart passt, wenn der Winkel nicht sauber gesetzt wurde
- Infektion — selten, ärztlich abzuklären
Wann diese Behandlung nicht in Frage kommt
- aktive Hauterkrankung im Gesicht (Akne im Schub, Ekzem, Rosazea im Schub)
- Neigung zu wulstiger Narbenbildung (Keloide)
- unbehandelte Blutgerinnungsstörung
- zu wenig Spenderhaar am Hinterkopf
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Zeitnah ärztlich abklären lassen bei: Fieber, zunehmender Rötung mit Überwärmung, Eiter an Entnahme- oder Empfangsstelle, starken oder zunehmenden Schmerzen, anhaltender Blutung. Eine Schwellung der Stirn in den ersten Tagen ist dagegen normal.
Was dieses Verfahren nicht kann
Verpflanzt wird das vorhandene Spenderhaar, nicht neues. Die Dichte des zwanzigjährigen Haars lässt sich damit nicht wiederherstellen, und der Spenderbereich ist endlich. Der erblich bedingte Haarausfall läuft nach dem Eingriff weiter: Ohne begleitende Behandlung kann das Ergebnis nach Jahren wieder lückig wirken, obwohl die Transplantate halten. Beurteilen lässt sich das Ergebnis frühestens nach zwölf Monaten.
Was gilt, wenn etwas nicht wie geplant läuft
Nach der Behandlung
In den ersten Tagen ist das Gesicht gerötet und leicht geschwollen, feine Krusten bilden sich um jedes Haar. Nach zwei bis vier Wochen fallen die verpflanzten Härchen aus, ab dem dritten Monat wachsen sie nach. Weil es Kopfhaar ist, wächst es schneller als der übrige Bart — Sie werden häufiger nachschneiden.
Gesicht nach Anleitung waschen, nicht reiben. Nicht rasieren, bis die Klinik es freigibt — üblicherweise nach etwa zehn Tagen. Nachkontrolle in der Schweiz bei Riverside Beauty.
Häufige Fragen zu dieser Behandlung
Wächst das verpflanzte Barthaar wie echtes Barthaar?
Es wächst dauerhaft, ist aber Kopfhaar und behält dessen Eigenschaften: feiner in der Struktur und schneller im Wachstum. Im vollen Bart fällt das kaum auf, bei sehr kurz getragenem Bart eher.
Wann darf ich wieder rasieren?
Erst nach Freigabe durch die Klinik, üblicherweise nach etwa zehn Tagen und zuerst nur mit der Schere oder einem Trimmer. Zu frühes Nassrasieren kann die noch nicht fest verankerten Grafts herausziehen.
Fachbegriffe auf dieser Seite
- DHI
- Direct Hair Implantation: Einsetzen mit dem Choi-Stift.
- Graft
- Eine entnommene Einheit aus ein bis vier Haarwurzeln.
- Shock Loss
- Vorübergehender Haarausfall nach einer Transplantation.
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Noch Fragen zu dieser Behandlung?
Wir antworten persönlich, in der Regel noch am selben Tag.
