Haartransplantation für Frauen

Verfahren, die speziell auf weiblichen Haarausfall abgestimmt sind.
Ob und wie diese Behandlung für Sie geeignet ist, klären Sie im persönlichen Beratungsgespräch mit der behandelnden Fachärztin oder dem Facharzt unserer Partnerklinik, auf Deutsch und ohne Zeitdruck.
Für wen diese Behandlung geeignet ist
Gut geeignet bei einer zurückgewichenen Stirnhaarlinie, bei lichten Schläfen, bei einem zu breiten Scheitel mit noch kräftigem Hinterkopf, und nach vernarbenden Verletzungen — etwa an Zugstellen durch straff gebundene Frisuren. Weniger geeignet bei gleichmässig dünnem Haar über den ganzen Kopf.
Was bei der Behandlung passiert
Technisch ist der Eingriff derselbe wie bei Männern — Einzelentnahme aus dem Haarkranz, Einsetzen im lichten Bereich, meist als DHI, weil dabei wenig rasiert werden muss. Der Unterschied liegt in der Ausgangslage. Männlicher Haarausfall folgt einem Muster: Geheimratsecken, Tonsur, ein stabiler Kranz. Weiblicher Haarausfall ist häufiger diffus — das Haar wird überall dünner, auch am Hinterkopf, aus dem das Spenderhaar kommen müsste. Deshalb steht bei Frauen vor der Transplantation immer die Frage, warum das Haar ausfällt: Eisenmangel, Schilddrüse, hormonelle Umstellung, Medikamente, Stress nach einer Geburt. Wird die Ursache nicht behandelt, läuft der Ausfall nach der Transplantation weiter.
Der Eingriff Schritt für Schritt
Vor der Reise: Abklärung der Ursache, meist mit Blutbild. In Istanbul: Voruntersuchung und Planung der Haarlinie am Anreisetag, Eingriff am Folgetag, Kontrolle und Rückflug am dritten Tag.
Ergebnis: wann sichtbar, wie lange haltbar
Wachstum ab etwa drei bis vier Monaten, Endergebnis nach zwölf bis achtzehn Monaten.
Die verpflanzten Wurzeln bleiben in aller Regel dauerhaft. Bei diffusem weiblichem Haarausfall kann der übrige Bestand weiter ausdünnen.
Meist eine Sitzung.
Risiken und Grenzen
- Schwellung von Stirn und Augenlidern in den ersten Tagen
- Shock Loss: vorübergehender Ausfall bestehender Haare — bei Frauen mit diffusem Haarausfall ein besonders relevanter Punkt
- Taubheitsgefühl im behandelten Bereich
- punktförmige Narben im Entnahmebereich
- Entzündung einzelner Haarfollikel
- enttäuschendes Ergebnis, wenn die Ursache des Haarausfalls nicht behandelt wird und weiterläuft
Wann diese Behandlung nicht in Frage kommt
- unabgeklärter diffuser Haarausfall — hier gehört zuerst die Ursache untersucht (Schilddrüse, Eisen, Hormone, Medikamente)
- Alopecia areata im aktiven Schub
- zu dünner Haarkranz am Hinterkopf, der bei diffusem Haarausfall ebenfalls betroffen sein kann
- Schwangerschaft und Stillzeit
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Zeitnah ärztlich abklären lassen bei: Fieber, zunehmender Rötung mit Überwärmung, Eiter an Entnahme- oder Empfangsstelle, starken oder zunehmenden Schmerzen, anhaltender Blutung. Eine Schwellung der Stirn in den ersten Tagen ist dagegen normal.
Was dieses Verfahren nicht kann
Verpflanzt wird das vorhandene Spenderhaar, nicht neues. Die Dichte des zwanzigjährigen Haars lässt sich damit nicht wiederherstellen, und der Spenderbereich ist endlich. Der erblich bedingte Haarausfall läuft nach dem Eingriff weiter: Ohne begleitende Behandlung kann das Ergebnis nach Jahren wieder lückig wirken, obwohl die Transplantate halten. Beurteilen lässt sich das Ergebnis frühestens nach zwölf Monaten.
Was gilt, wenn etwas nicht wie geplant läuft
Nach der Behandlung
Wie bei FUE. Die ersten Wochen mit Krusten und Rötung sind bei langem Haar oft leichter zu kaschieren. Wichtig ist, was parallel gegen die Ursache läuft — sonst schliesst man eine Lücke und verliert daneben.
Wie bei FUE. Zusätzlich sinnvoll: Kontrolle der Laborwerte und, je nach Befund, eine begleitende Behandlung des weiterlaufenden Haarausfalls. Nachkontrolle in der Schweiz bei Riverside Beauty.
Häufige Fragen zu dieser Behandlung
Muss ich mir die Haare abschneiden lassen?
In aller Regel nicht vollständig. Bei der DHI-Variante wird oft nur ein kleiner Streifen im Entnahmebereich rasiert, der von längerem Deckhaar verdeckt wird. Was in Ihrem Fall nötig ist, klärt die Voruntersuchung.
Warum wird vorher eine Blutuntersuchung verlangt?
Weil diffuser Haarausfall bei Frauen häufig eine behandelbare Ursache hat — Eisen, Schilddrüse, Hormone. Wer die nicht kennt, verpflanzt in einen laufenden Prozess hinein. Eine Klinik, die bei Frauen ohne Abklärung transplantiert, überspringt einen wesentlichen Schritt.
Hilft stattdessen eine PRP-Behandlung?
PRP kann begleitend eingesetzt werden, ersetzt aber keine Transplantation, wo Haarwurzeln fehlen. Umgekehrt ist eine Transplantation kein Ersatz für die Behandlung der Ursache. Beides kann nebeneinander sinnvoll sein — das gehört ins ärztliche Gespräch.
Fachbegriffe auf dieser Seite
- DHI
- Direct Hair Implantation: Einsetzen mit dem Choi-Stift.
- FUE
- Follicular Unit Extraction: Einzelentnahme der Haarwurzeln.
- Graft
- Eine entnommene Einheit aus ein bis vier Haarwurzeln.
- PRP
- Plättchenreiches Plasma aus dem eigenen Blut.
- Shock Loss
- Vorübergehender Haarausfall nach einer Transplantation.
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Reise nach Istanbul
Abholung am Flughafen, Voruntersuchung in der Klinik, Behandlung und Erholung.
Nachsorge zu Hause
Nachkontrolle im Rheintal bei unserem Partner Riverside Beauty, in Abstimmung mit der Klinik.
Noch Fragen zu dieser Behandlung?
Wir antworten persönlich, in der Regel noch am selben Tag.
