DHI-Haartransplantation

Direkte Implantation mit dem Choi-Stift für besonders dichte Ergebnisse.
Ob und wie diese Behandlung für Sie geeignet ist, klären Sie im persönlichen Beratungsgespräch mit der behandelnden Fachärztin oder dem Facharzt unserer Partnerklinik, auf Deutsch und ohne Zeitdruck.
Für wen diese Behandlung geeignet ist
Geeignet für kleinere bis mittlere Flächen, für die vorderste Haarlinie und überall dort, wo zwischen bestehendem Haar verdichtet werden soll — weil kaum rasiert werden muss und das vorhandene Haar besser geschont wird. Für sehr grosse Flächen ist die klassische FUE oft praktischer, weil sie in derselben Zeit mehr Grafts schafft.
Was bei der Behandlung passiert
DHI heisst «Direct Hair Implantation». Die Entnahme der Grafts ist dieselbe wie bei FUE — einzeln, mit einer feinen Hohlnadel aus dem Haarkranz am Hinterkopf. Der Unterschied liegt im Einsetzen: Statt zuerst Kanäle zu öffnen und dann Grafts hineinzulegen, wird das Graft mit einem Choi-Stift eingebracht. Das ist ein Implantierstift mit einer Hohlnadel, in die das Haar geladen wird; die Nadel sticht den Kanal und schiebt das Graft im selben Zug hinein. Dadurch ist das Haar kürzer ausserhalb des Körpers, und Winkel, Richtung und Tiefe lassen sich pro Haar bestimmen. Das ist vor allem dort ein Vorteil, wo es auf die Wuchsrichtung ankommt: an der Haarlinie, an den Schläfen, bei Augenbrauen.
Der Eingriff Schritt für Schritt
Identisch zu FUE bis zur Entnahme. Danach werden die Grafts in die Choi-Stifte geladen — das machen mehrere Personen parallel — und einzeln gesetzt. Der Eingriff dauert dadurch etwas länger. Anreise, Voruntersuchung, Eingriff, Kontrolltag, Rückflug: drei Nächte.
Ergebnis: wann sichtbar, wie lange haltbar
Wie bei FUE: Ausfall der verpflanzten Haare nach zwei bis vier Wochen, Wachstum ab etwa drei Monaten, Endergebnis nach zwölf bis achtzehn Monaten.
Die verpflanzten Wurzeln bleiben in aller Regel dauerhaft; der übrige Haarbestand kann weiter ausdünnen.
Meist eine Sitzung. Bei DHI ist die Zahl der Grafts pro Sitzung oft etwas kleiner als bei klassischer FUE, weil das Einsetzen länger dauert.
Risiken und Grenzen
- Schwellung von Stirn und Augenlidern in den ersten Tagen
- Taubheitsgefühl im behandelten Bereich über Wochen bis Monate
- Shock Loss: vorübergehender Ausfall auch bestehender Haare
- punktförmige Narben im Entnahmebereich
- Entzündung einzelner Haarfollikel
- Infektion oder Wundheilungsstörung — selten, ärztlich abzuklären
- bei sehr eng gesetzter Dichte kann die Durchblutung leiden und die Anwuchsrate sinken
Wann diese Behandlung nicht in Frage kommt
- aktive Erkrankung der Kopfhaut
- unbehandelte Blutgerinnungsstörung
- zu wenig Spenderhaar am Hinterkopf für die gewünschte Fläche
- sehr grosse Flächen, bei denen die längere Eingriffsdauer von DHI ungünstig ist — hier ist klassische FUE oft praktischer
Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen
Zeitnah ärztlich abklären lassen bei: Fieber, zunehmender Rötung mit Überwärmung, Eiter an Entnahme- oder Empfangsstelle, starken oder zunehmenden Schmerzen, anhaltender Blutung. Eine Schwellung der Stirn in den ersten Tagen ist dagegen normal.
Was dieses Verfahren nicht kann
Verpflanzt wird das vorhandene Spenderhaar, nicht neues. Die Dichte des zwanzigjährigen Haars lässt sich damit nicht wiederherstellen, und der Spenderbereich ist endlich. Der erblich bedingte Haarausfall läuft nach dem Eingriff weiter: Ohne begleitende Behandlung kann das Ergebnis nach Jahren wieder lückig wirken, obwohl die Transplantate halten. Beurteilen lässt sich das Ergebnis frühestens nach zwölf Monaten.
Was gilt, wenn etwas nicht wie geplant läuft
Nach der Behandlung
Wie bei FUE. Weil weniger rasiert wird, ist der Eingriff im Alltag oft etwas unauffälliger; die Krusten im Empfangsbereich sind aber gleich sichtbar. Ausfall der verpflanzten Härchen nach zwei bis vier Wochen, Wachstum ab dem dritten Monat, Beurteilung nach zwölf Monaten.
Wie bei FUE: erste Haarwäsche nach Anleitung, erhöhtes Schlafen, kein direktes Sonnenlicht. Nachkontrolle in der Schweiz bei Riverside Beauty, Fotokontrolle nach drei, sechs und zwölf Monaten.
Häufige Fragen zu dieser Behandlung
Ist DHI besser als FUE?
Nicht grundsätzlich — es ist eine andere Technik für das Einsetzen, nicht ein besseres Ergebnis an sich. DHI hat Vorteile bei der Haarlinie und beim Verdichten zwischen vorhandenem Haar. Bei grossen kahlen Flächen ist FUE meist die vernünftigere Wahl. Wer Ihnen DHI ohne Blick auf Ihren Befund als das generell Bessere verkauft, verkauft und berät nicht.
Was ist ein Choi-Stift?
Ein Implantierstift mit einer sehr feinen Hohlnadel. Das Graft wird hineingeladen, die Nadel öffnet den Kanal und schiebt das Haar in einem Zug hinein. Dadurch lassen sich Winkel und Tiefe für jedes einzelne Haar festlegen.
Muss mein Kopf rasiert werden?
Der Entnahmebereich am Hinterkopf ja. Der Empfangsbereich oft nur teilweise oder gar nicht — das ist der praktische Hauptvorteil von DHI. Was in Ihrem Fall nötig ist, entscheidet die Ärztin oder der Arzt bei der Voruntersuchung.
FUE, DHI, Saphir und perkutan im Vergleich
Alle vier sind Varianten derselben Grundmethode: Einzelentnahme aus dem Haarkranz, Einsetzen im lichten Bereich. Der Unterschied liegt im Werkzeug. Saphir betrifft die Klinge, mit der die Kanäle geöffnet werden; DHI betrifft den Stift, mit dem das Haar eingesetzt wird. Grob: klassische FUE bei grossen Flächen, DHI bei Haarlinie und Verdichtung zwischen vorhandenem Haar. Wer Ihnen eine der Varianten ohne Blick auf Ihren Befund als die generell bessere verkauft, verkauft und berät nicht. Die Zahl, nach der Sie Angebote vergleichen, heisst in allen vier Fällen gleich: Grafts.
FUE-Haartransplantation
DHI-Haartransplantation
Die Behandlung dieser Seite
Saphir-FUE-Haartransplantation
Perkutane Haartransplantation
Perkutane Technik für eine natürliche Wuchsrichtung.
Fachbegriffe auf dieser Seite
- Choi-Stift
- Implantierstift mit Hohlnadel für die DHI-Technik.
- DHI
- Direct Hair Implantation: Einsetzen mit dem Choi-Stift.
- FUE
- Follicular Unit Extraction: Einzelentnahme der Haarwurzeln.
- Graft
- Eine entnommene Einheit aus ein bis vier Haarwurzeln.
- Shock Loss
- Vorübergehender Haarausfall nach einer Transplantation.
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