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FUE-Haartransplantation

Einzelentnahme der Haarwurzeln, die bewährte Standardmethode.

Ob und wie diese Behandlung für Sie geeignet ist, klären Sie im persönlichen Beratungsgespräch mit der behandelnden Fachärztin oder dem Facharzt unserer Partnerklinik, auf Deutsch und ohne Zeitdruck.

Für wen diese Behandlung geeignet ist

Geeignet für Männer und Frauen mit erblich bedingtem Haarausfall, bei denen der Haarkranz am Hinterkopf noch kräftig ist — er ist der Vorrat, aus dem alles kommt. Geeignet auch für vernarbte Stellen nach Unfällen oder früheren Eingriffen. Nicht geeignet, solange der Haarausfall noch schnell fortschreitet: dann kann eine Transplantation eine Lücke schliessen, während daneben eine neue aufgeht.

Was bei der Behandlung passiert

FUE steht für «Follicular Unit Extraction», also Einzelentnahme. Aus dem Haarkranz am Hinterkopf — dort wächst das Haar auch bei erblichem Haarausfall weiter — werden einzelne Haarwurzeln mit einer feinen Hohlnadel von weniger als einem Millimeter Durchmesser herausgelöst. Eine solche Einheit aus ein bis vier Haaren heisst Graft. Die Grafts werden unter dem Mikroskop sortiert, während im kahlen Bereich die Empfangskanäle geöffnet werden; anschliessend wird jedes Graft einzeln eingesetzt. Wie viele Grafts nötig sind, hängt von der Fläche und der gewünschten Dichte ab — bei Geheimratsecken sind es deutlich weniger als bei einer Glatze am Oberkopf. Die Zahl der Grafts ist zugleich die Grösse, nach der üblicherweise abgerechnet wird; fragen Sie deshalb immer nach ihr, wenn Sie Angebote vergleichen.

Der Eingriff Schritt für Schritt

Am Anreisetag Voruntersuchung, Blutentnahme und Festlegung der Haarlinie — hier lohnt sich Zeit, denn diese Linie bleibt. Am Behandlungstag: Rasur des Entnahmebereichs, örtliche Betäubung, Entnahme, Sortierung, Kanalöffnung und Implantation; mit Pausen sind das sechs bis acht Stunden. Am Folgetag Kontrolle, erster Verbandwechsel und Anleitung zur Haarwäsche. Am dritten Tag Rückflug.

Ergebnis: wann sichtbar, wie lange haltbar

Die verpflanzten Haare fallen nach zwei bis vier Wochen zunächst aus (Shock Loss) — das ist normal. Neues Wachstum ab etwa drei Monaten, ein Zwischenstand nach sechs Monaten, das endgültige Ergebnis nach zwölf bis achtzehn Monaten.

Verpflanzte Haare stammen aus dem Hinterkopf und sind gegen das Hormon DHT weitgehend unempfindlich. Sie bleiben deshalb in aller Regel dauerhaft. Der eigene, nicht verpflanzte Haarbestand kann weiter ausdünnen — dann wird das Ergebnis mit der Zeit lückiger, obwohl die Transplantate halten.

Meist eine Sitzung. Bei sehr grossen Flächen ist eine zweite Sitzung nach frühestens zwölf Monaten üblich.

Risiken und Grenzen

  • Schwellung von Stirn und Augenlidern in den ersten drei bis fünf Tagen
  • Taubheitsgefühl an Entnahme- und Empfangsstelle, das über Wochen bis Monate zurückgeht
  • Shock Loss: vorübergehender Ausfall auch bestehender Haare im behandelten Bereich
  • kleine, punktförmige Narben im Entnahmebereich, bei sehr kurzem Haarschnitt sichtbar
  • Entzündung einzelner Haarfollikel (Follikulitis), meist gut behandelbar
  • Infektion oder Wundheilungsstörung — selten, aber ärztlich abzuklären
  • ungleichmässige Dichte oder eine Haarlinie, die nicht zum Gesicht passt; eine Korrektur ist dann ein zweiter Eingriff

Wann diese Behandlung nicht in Frage kommt

  • aktive Erkrankung der Kopfhaut (etwa Schuppenflechte im Schub, Pilzbefall, nässendes Ekzem)
  • unbehandelte Blutgerinnungsstörung oder blutverdünnende Medikamente, die nicht pausiert werden dürfen
  • sehr weit fortgeschrittener Haarverlust mit zu wenig Spenderhaar am Hinterkopf
  • unbehandelte, stark schwankende Autoimmunerkrankung der Haare (etwa Alopecia areata im Schub)
  • sehr junge Männer, bei denen der Haarverlust noch schnell fortschreitet — hier ist zuerst die medikamentöse Behandlung zu klären

Wann Sie ärztliche Hilfe brauchen

Zeitnah ärztlich abklären lassen bei: Fieber, zunehmender Rötung mit Überwärmung, Eiter an Entnahme- oder Empfangsstelle, starken oder zunehmenden Schmerzen, anhaltender Blutung. Eine Schwellung der Stirn in den ersten Tagen ist dagegen normal.

Was dieses Verfahren nicht kann

Verpflanzt wird das vorhandene Spenderhaar, nicht neues. Die Dichte des zwanzigjährigen Haars lässt sich damit nicht wiederherstellen, und der Spenderbereich ist endlich. Der erblich bedingte Haarausfall läuft nach dem Eingriff weiter: Ohne begleitende Behandlung kann das Ergebnis nach Jahren wieder lückig wirken, obwohl die Transplantate halten. Beurteilen lässt sich das Ergebnis frühestens nach zwölf Monaten.

Diese Angaben sind allgemein und ersetzen weder die ärztliche Aufklärung noch das persönliche Gespräch mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt. Welche Risiken in Ihrem Fall bestehen, hängt von Ihrem Befund, Ihren Vorerkrankungen und Ihren Medikamenten ab.

Was gilt, wenn etwas nicht wie geplant läuft

Nach der Behandlung

Die ersten zwei Wochen sind die sichtbaren: Krusten, Rötung, oft eine Schwellung der Stirn. Danach fallen die verpflanzten Härchen aus — das erschreckt viele, gehört aber dazu, denn die Wurzel bleibt. Ab dem dritten Monat wächst es nach, ab dem sechsten sieht man, wohin es geht. Beurteilen lässt sich das Ergebnis erst nach zwölf Monaten. Wer gleichzeitig erblichen Haarausfall hat, sollte mit der Ärztin oder dem Arzt besprechen, ob eine begleitende medikamentöse Behandlung sinnvoll ist — sonst schützt die Transplantation nur die verpflanzte Fläche.

Erste Haarwäsche nach Anleitung der Klinik, meist ab dem dritten Tag. Schlafen mit erhöhtem Oberkörper in den ersten Nächten. Kein direktes Sonnenlicht auf die Kopfhaut in den ersten Wochen. Nachkontrolle in der Schweiz bei Riverside Beauty; Fotokontrolle nach drei, sechs und zwölf Monaten.

Häufige Fragen zu dieser Behandlung

Wie viele Grafts brauche ich?

Das lässt sich erst nach Fotos oder einer Untersuchung sagen. Grobe Orientierung: Geheimratsecken liegen deutlich unter dem, was für eine Tonsur am Oberkopf nötig ist. Seriös ist nur eine Einschätzung anhand Ihrer Bilder — und eine, die auch sagt, wenn der Spenderbereich für den Wunsch nicht ausreicht.

Sieht man die Narben?

Bei FUE entstehen im Entnahmebereich viele winzige, punktförmige Narben statt einer langen Linie. Bei einer Haarlänge ab etwa drei Millimetern sind sie in aller Regel nicht zu sehen. Wer den Kopf ganz rasiert trägt, sollte das vorher ansprechen.

Kann ich danach direkt fliegen?

Der Rückflug ist üblicherweise ab dem dritten Tag vorgesehen. Wichtig ist, dass nichts gegen den Kopf drückt — keine Kapuze, kein Nackenkissen am Hinterkopf. Die Klinik gibt Ihnen eine Anleitung mit; halten Sie sich daran, auch wenn es unbequem ist.

FUE, DHI, Saphir und perkutan im Vergleich

Alle vier sind Varianten derselben Grundmethode: Einzelentnahme aus dem Haarkranz, Einsetzen im lichten Bereich. Der Unterschied liegt im Werkzeug. Saphir betrifft die Klinge, mit der die Kanäle geöffnet werden; DHI betrifft den Stift, mit dem das Haar eingesetzt wird. Grob: klassische FUE bei grossen Flächen, DHI bei Haarlinie und Verdichtung zwischen vorhandenem Haar. Wer Ihnen eine der Varianten ohne Blick auf Ihren Befund als die generell bessere verkauft, verkauft und berät nicht. Die Zahl, nach der Sie Angebote vergleichen, heisst in allen vier Fällen gleich: Grafts.

FUE-Haartransplantation

Die Behandlung dieser Seite

Dauer der Behandlung6 bis 8 Stunden, je nach Zahl der Grafts
BetäubungÖrtliche Betäubung. Sie sind wach und können zwischendurch Pause machen.
Wieder alltagsfähigDie Kopfhaut ist etwa 10 bis 14 Tage sichtbar gerötet und verkrustet. Wer sich nicht erklären mag, plant zwei Wochen ein.
Wie lange es hältVerpflanzte Haare stammen aus dem Hinterkopf und sind gegen das Hormon DHT weitgehend unempfindlich. Sie bleiben deshalb in aller Regel dauerhaft. Der eigene, nicht verpflanzte Haarbestand kann weiter ausdünnen — dann wird das Ergebnis mit der Zeit lückiger, obwohl die Transplantate halten.
Zahl der SitzungenMeist eine Sitzung. Bei sehr grossen Flächen ist eine zweite Sitzung nach frühestens zwölf Monaten üblich.

DHI-Haartransplantation

Dauer der Behandlung6 bis 9 Stunden, je nach Zahl der Grafts
BetäubungÖrtliche Betäubung.
Wieder alltagsfähigRund 10 bis 14 Tage, bis Rötung und Krusten weg sind.
Wie lange es hältDie verpflanzten Wurzeln bleiben in aller Regel dauerhaft; der übrige Haarbestand kann weiter ausdünnen.
Zahl der SitzungenMeist eine Sitzung. Bei DHI ist die Zahl der Grafts pro Sitzung oft etwas kleiner als bei klassischer FUE, weil das Einsetzen länger dauert.

Saphir-FUE-Haartransplantation

Dauer der Behandlung6 bis 8 Stunden, je nach Zahl der Grafts
BetäubungÖrtliche Betäubung.
Wieder alltagsfähigRund 10 bis 14 Tage.
Wie lange es hältDie verpflanzten Wurzeln bleiben in aller Regel dauerhaft.
Zahl der SitzungenMeist eine Sitzung.

Perkutane Haartransplantation

Perkutane Technik für eine natürliche Wuchsrichtung.

Fachbegriffe auf dieser Seite

FUE
Follicular Unit Extraction: Einzelentnahme der Haarwurzeln.
Graft
Eine entnommene Einheit aus ein bis vier Haarwurzeln.
Shock Loss
Vorübergehender Haarausfall nach einer Transplantation.

Alle Fachbegriffe erklärt

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So läuft Ihre Behandlung ab

  1. Beratung per WhatsApp oder Video

    Sie schildern Ihren Wunsch, wir klären offene Fragen und holen die Einschätzung der Klinik ein.

  2. Fixpreis-Angebot

    Sie erhalten ein schriftliches Angebot der Klinik, inklusive Transfer und Hotel. Keine versteckten Kosten.

  3. Reise nach Istanbul

    Abholung am Flughafen, Voruntersuchung in der Klinik, Behandlung und Erholung.

  4. Nachsorge zu Hause

    Nachkontrolle im Rheintal bei unserem Partner Riverside Beauty, in Abstimmung mit der Klinik.

Die Reise Tag für Tag · Was es insgesamt kostet

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